📌 Zimt-Lorbeer-Kamillen-Aufguss

Posted 5 avril 2026 by: Admin #Kuche

Vorbereitung
5 Minuten
Kochzeit
12 Minuten
Gesamtzeit
17 Minuten
Portionen
2 Tassen

Es ist diese Art von Mittwochabend, an dem man sein Handy weglegt, tief durchatmet und merkt, dass man nichts Kompliziertes braucht. Der Herbst zieht ein, der Wind weht gegen die Fensterläden, und man sehnt sich nach einer heißen Tasse in den Händen. Diesen Aufguss kannst du in weniger als zwanzig Minuten zubereiten – mit dem, was du wahrscheinlich schon in deinem Schrank hast.

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Endergebnis
Zwei dampfende Tassen Zimt-Lorbeer-Kamillen-Tee, bereit für einen ruhigen Abend.

Die Farbe ist ein tiefes Goldgelb, wie ein starker Tee, aber ohne die Bitterkeit. Zuerst steigt der Zimt in die Nase – warm, leicht süßlich, fast so tröstlich wie ein Weihnachtsgewürz. Dann kommt diskret der Lorbeer hinzu, krautig, ein wenig waldig. Die Kamille setzt sich im Hintergrund ab, sanft und blumig. In deiner Tasse schweben noch ein paar Blütenblätter an der Oberfläche. Es ist friedlich, allein schon beim Hinsehen.

Warum Sie dieses Rezept lieben werden

Drei Zutaten, keine ellenlange Liste : Du musst nicht in fünf verschiedene Kräuterläden rennen. Zimt, Lorbeer, Kamille – das findet man überall, es hält sich lange und kostet fast nichts.
Das Ritual zählt genauso viel wie das Getränk : Wasser erhitzen, warten, ziehen lassen – das zwingt dich dazu, fünf Minuten lang einen Gang runterzuschalten. Und das ist bereits die halbe Miete. Um den Rest kümmert sich dein Kopf.
Ohne Bitterkeit, ohne Koffein : Keine unangenehme Adstringenz wie bei manchen Kräutertees. Er ist mild, durch den Honig leicht süßlich und lässt dich nachts nicht wach an die Decke starren.
Du kannst ihn anpassen, was du gerade da hast : Zimtstangen oder -stücke, frischer oder getrockneter Lorbeer, Kamille im Beutel oder lose – es funktioniert immer. Man muss es nicht komplizierter machen als es ist.

Zutaten im Detail

Zutaten

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Zimt, getrocknete Lorbeerblätter, Kamillenblüten und Honig: Eine Handvoll Zutaten für einen beruhigenden Aufguss.

  • Die Zimtstange : Bevorzuge eine ganze Stange gegenüber Pulver – sie gibt ihre Aromen langsamer ab und macht die Tasse nicht trüb. Ceylon-Zimt, fein und blättrig wie Papier, ist milder als der Cassia-Zimt, den man oft im Supermarkt findet. Wenn du nur Pulver hast, geht das auch, aber filtere es am Ende gut ab.
  • Getrocknete Lorbeerblätter : Das ist die überraschendste Zutat. Als Aufguss verleiht der Lorbeer eine leicht harzige und pfeffrige Note, die das Ganze strukturiert – ohne ihn würden Zimt und Kamille zu ähnlich schmecken. Zwei Blätter reichen aus. Nimm nicht fünf, sonst schmeckt es nach Fleischbrühe. Getrocknete Blätter sind besser, frische sind zu intensiv.
  • Getrocknete Kamillenblüten : Lose Ware, wenn möglich – ein gehäufter Esslöffel in einem Tee-Ei oder direkt im Topf. Supermarkt-Beutel sind zur Not okay, aber lose Blüten ergeben einen deutlich aromatischeren Aufguss. Suche nach Römischer Kamille statt der Deutschen, sie ist milder und schmeckt weniger medizinisch.
  • Der Honig : Optional, aber empfehlenswert, wenn dir die Kamille allein zu blumig ist. Ein Löffel Akazien- oder Blütenhonig. Gib ihn niemals in kochendes Wasser – warte, bis die Temperatur etwas gesunken ist, sonst verlierst du seine Aromen in weniger als dreißig Sekunden.

Zimt und Lorbeer in kaltes Wasser geben – nicht in heißes

Dieses Detail ändert alles. Du gibst beides in kaltes Wasser, bringst es zusammen zum Kochen und lässt es fünf bis sieben Minuten köcheln. Das Wasser wird während des Kochens hell karamellbraun. Zu diesem Zeitpunkt riechst du es bereits in der Küche – ein warmer, würziger, leicht holziger Duft, der aus dem Topf aufsteigt. Das ist das Zeichen, dass der Zimt sich entfaltet. Der Kaltstart ermöglicht eine schrittweise Extraktion, die viel sanfter ist als ein direkter Hitzeschock. Die Kamille hingegen braucht das alles nicht – starke Hitze würde ihre feinsten Aromen zerstören, und du hättest einen faden Tee.

Zimt und Lorbeer in kaltes Wasser geben – nicht in heißes
Die Zugabe der Kamille bei ausgeschaltetem Herd – ein entscheidender Schritt, um ihre zarten Aromen zu bewahren.

Den Herd ausschalten, bevor die Kamille dazukommt

Sobald du den Herd ausschaltest, gibst du die Kamille hinzu. Nicht vorher, nicht nachher. Sie muss in heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser ziehen – idealerweise um die 85°C. Decke den Topf mit einem Deckel oder einem Teller ab und lass ihn genau fünf Minuten ruhen. Nicht zehn. Danach kann die Kamille leicht bitter werden und ihre blumige Milde verlieren. In diesen fünf Minuten hast du nichts zu tun. Setz dich hin. Es wirkt bereits.

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Langsam filtern, trinken solange es heiß ist

Gieße den Tee durch ein feines Sieb ab. Der gefilterte Aufguss ist von einem durchscheinenden Bernstein-Ton mit goldenen Reflexen im Licht. Jetzt fügst du auf Wunsch den Honig hinzu – rühre dreißig Sekunden lang sanft um, damit er sich gut auflöst. Trinke ihn innerhalb der nächsten zehn Minuten, schön heiß, aber ohne dich zu verbrennen. Die Wärme ist Teil der beruhigenden Wirkung, das ist rein physisch. Ein lauwarmer Tee ist einfach schade.

Langsam filtern, trinken solange es heiß ist
Zimt und Lorbeer köcheln sanft, um all ihre Wirkstoffe freizusetzen.

Tipps & Tricks
  • Wenn du den Aufguss für zwei Personen zubereitest, verdopple die Mengen, aber behalte genau die gleiche Ziehzeit für die Kamille bei – sie braucht für zwei Tassen nicht mehr Zeit, und so vermeidest du Bitterkeit.
  • Du kannst den Zimt-Lorbeer-Absud tagsüber vorbereiten und abends aufwärmen – die Kamille hingegen sollte immer frisch aufgebrüht werden, niemals im Voraus.
  • Wenn du mangels Stange Zimtpulver verwendest, gieße den Aufguss durch einen Kaffeefilter statt durch ein Sieb – so erhältst du eine klare Tasse ohne Bodensatz.
Nahaufnahme
Die goldene Bernstein-Farbe des gefilterten Aufgusses – eine direkte Einladung zur abendlichen Ruhe.
FAQs

Kann ich dieselben Zutaten für einen zweiten Aufguss wiederverwenden?

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Für den Zimt und den Lorbeer ja – ein zweiter Absud ist möglich, aber das Ergebnis wird deutlich leichter sein. Die Kamille hingegen lässt sich nicht wiederverwenden: Sie gibt beim ersten Aufguss bereits alles ab. Für ein zweites aromatisches Glas solltest du besser neue Zutaten nehmen.

Kann ich ihn im Voraus zubereiten?

Der Zimt-Lorbeer-Absud hält sich problemlos 24 Stunden in einem verschlossenen Glas im Kühlschrank – du erwärmst ihn abends und gibst die Kamille im letzten Moment hinzu. Der fertige Aufguss hält sich gefiltert ebenfalls einige Stunden im Kühlschrank, verliert aber an Aroma. Am besten schmeckt er frisch zubereitet.

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Kann man ihn auch mit Zimtpulver statt einer Stange machen?

Absolut. Verwende einen gestrichenen Teelöffel Pulver anstelle der Stange und filtere den fertigen Aufguss durch einen Kaffeefilter statt eines einfachen Siebs, um eine Tasse ohne Rückstände zu erhalten. Der Geschmack wird etwas intensiver und weniger fein sein, aber es funktioniert gut.

Wie oft pro Woche kann man diesen Aufguss trinken?

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Eine Tasse pro Abend über ein bis zwei Wochen ist ein angemessener Rahmen. Es wird empfohlen, zwischen zwei Zyklen eine einwöchige Pause einzulegen. Für die punktuelle Anwendung – stressiger Abend, schwere Verdauung – kannst du ihn einfach nach Bedarf zubereiten.

Ist der Lorbeer wirklich notwendig oder kann man ihn weglassen?

Man kann ihn weglassen, aber der Aufguss verliert an Tiefe. Der Lorbeer sorgt für diese leicht harzige Note, die die Süße der Kamille und die Wärme des Zimts ausbalanciert. Ohne ihn erhältst du einen angenehmen, aber weniger interessanten Tee. Wenn du gar keinen hast, kann ein kleines Blatt getrockneter Salbei aushelfen.

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Kann man ihn Kindern geben?

Kamille wird traditionell für Kinder verwendet, aber dieser Aufguss enthält Zimt in einer nicht unerheblichen Menge, was für kleine Mägen stark sein kann. Bei Kindern unter 6 Jahren sollte man vorher einen Kinderarzt konsultieren. Für ältere Kinder ist eine mit mehr Wasser verdünnte halbe Dosis eine vertretbare Option.

Zimt-Lorbeer-Kamillen-Aufguss

Zimt-Lorbeer-Kamillen-Aufguss

Leicht
International
Heißgetränk

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Vorbereitung
5 Minuten
Kochzeit
12 Minuten
Gesamtzeit
17 Minuten
Portionen
2 Tassen

Ein Kräutertee aus drei Zutaten, mild und würzig, perfekt für den Abend zum Entspannen und besseren Einschlafen. In weniger als zwanzig Minuten fertig.

Zutaten

  • 1 Zimtstange (oder 1 TL Zimtstücke, ca. 5g)
  • 2 getrocknete Lorbeerblätter
  • 1 EL getrocknete Kamillenblüten (ca. 3g)
  • 500 ml Wasser (2 Tassen)
  • 1 TL Honig (optional)

Anleitung

  1. 1Die 500 ml kaltes Wasser in einen kleinen Topf geben. Zimtstange und Lorbeerblätter hinzufügen.
  2. 2Zum Kochen bringen und bei schwacher Hitze 5 bis 7 Minuten köcheln lassen.
  3. 3Den Herd ausschalten. Sofort die Kamillenblüten hinzufügen und den Topf abdecken.
  4. 45 Minuten ziehen lassen, ohne den Deckel abzunehmen.
  5. 5Den Aufguss durch ein feines Sieb in zwei Tassen filtern.
  6. 6Bei Bedarf Honig hinzufügen, vorsichtig umrühren und sofort servieren.

Hinweise

• Lagerung: Der Zimt-Lorbeer-Absud (vor Zugabe der Kamille) hält sich 24h im Kühlschrank in einem geschlossenen Gefäß. Vor dem Servieren aufwärmen und frische Kamille hinzufügen.

• Variante: Eine Scheibe frischen Ingwer oder eine leicht zerdrückte Kardamomkapsel für eine wärmere, würzigere Version hinzufügen.

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• Nicht mehr als 2 Tassen pro Tag trinken. Während der Schwangerschaft, bei Einnahme von Blutverdünnern oder Allergien gegen Korbblütler meiden.

Nährwerte (pro Portion, geschätzt)

22 kcalKalorien 0gEiweiß 5gKohlenhydrate 0gFett

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