📌 Traditioneller Gugelhupf
Posted 5 avril 2026 by: Admin
Der Duft eines Brioches, das am Sonntagmorgen backt, ist ein Weckruf, wie es keinen zweiten gibt. Der Gugelhupf ist genau das: ein angereicherter Teig, perfekt aufgequollene Rosinen und eine Kranzform, die den ganzen Zauber ausmacht. Es braucht Zeit. Und genau deshalb macht man ihn am Wochenende.

Schauen Sie sich diese goldene Krone an, die wie heller Karamell glänzt und mit Puderzucker bestreut ist, der sanft auf der noch warmen Oberseite schmilzt. Man sieht die Rosinen, die in der Krume auftauchen, prall und glänzend. Die Scheibe offenbart eine luftige, fast faserige Textur mit unregelmäßigen Poren, die beweisen, dass der Teig gut gearbeitet hat. Beim Aufschneiden hört man dieses leichte Knistern der Kruste — dezent, aber vorhanden.
Warum Sie dieses Rezept lieben werden
Zutaten im Detail

Alles, was man für einen authentischen Gugelhupf braucht: einfache, aber hochwertige Zutaten.
- Frische Hefe : 25g als kleiner Würfel, nicht die Trockenhefe aus dem Tütchen. Frische Hefe finden Sie im Kühlregal oder beim Bäcker. Sie sorgt für ein gleichmäßigeres Aufgehen und eine feinere Textur. Prüfen Sie einfach das Datum. Wenn Sie nur aktive Trockenhefe haben, nehmen Sie 8g und lösen Sie diese auf die gleiche Weise auf.
- Die Butter : 180g, und wirklich weich — mindestens 2 Stunden vorher aus dem Kühlschrank genommen. Sie verleiht den Reichtum und diese faserige Struktur, die man bei einem guten Brioche sucht. Eine ordentliche Süßrahmbutter ist völlig ausreichend. Versuchen Sie es nicht mit Margarine.
- Die Rosinen : Klassische Sultaninen eignen sich hervorragend. Die Idee: Sie in lauwarmem Orangensaft oder einfach in Wasser einweichen. Trocken werden sie beim Backen hart. Aufgequollen schmelzen sie in der Krume. Dieses Detail ändert alles.
- Die Gugelhupfform : Eine emaillierte Tonform ist ideal. Sie verteilt die Hitze anders als Aluminium — die Kruste wird gleichmäßiger. Wenn Sie keine haben, funktioniert eine Bundt-Form aus Metall, aber buttern Sie diese wirklich sehr großzügig ein, lieber zweimal als einmal.
- Ganze Mandeln : 50g, die vor dem Einfüllen des Teigs in die Rillen der Form gelegt werden. Sie bleiben beim Backen an der Kruste haften und dienen beim Stürzen als Dekoration. Sie müssen vorher nicht geröstet werden — die Hitze des Ofens erledigt das.
Zuerst kümmern wir uns um die Rosinen
Bevor Sie das Mehl berühren, weichen Sie die Rosinen in lauwarmem Orangensaft oder heißem Wasser ein. Mindestens 30 Minuten. Sie müssen aufquellen und weich werden — das spüren Sie, wenn Sie sie zwischen den Fingern drücken, sie sollten ohne Widerstand nachgeben. Dieser Schritt erfolgt ganz natürlich, während Sie den Rest des Teigs vorbereiten. Eine Schüssel, die Rosinen, die lauwarme Flüssigkeit, fertig in 30 Sekunden.

Wir beginnen mit dem Teig
Bröseln Sie die Hefe in etwas lauwarme Milch — lauwarm, nicht heiß. Zu heiß tötet die Hefe ab, und Ihr Brioche wird nicht aufgehen. 10 Minuten ruhen lassen, die Mischung sollte an der Oberfläche leicht schäumen. In der Schüssel der Küchenmaschine: Mehl, Zucker und Salz in eine Ecke, Hefe in eine andere. Eier dazu, dann nach und nach die restliche Milch. 10 Minuten kneten. Der Teig sollte geschmeidig und leicht elastisch werden und etwas kleben — das ist normal, geben Sie nicht der Versuchung nach, mehr Mehl hinzuzufügen.
Die Butter: Hier entscheidet sich alles
An diesem Punkt zweifeln viele, weil der Teig seltsam aussieht. Man arbeitet die weiche Butter in mehreren Etappen ein, während die Maschine läuft. Für 2-3 Minuten fällt der Teig auseinander, klebt überall, man hat das Gefühl, es sei misslungen. Machen Sie weiter. Nach und nach fügt er sich zusammen, wird glatt, glänzend und fühlt sich fast seidig an. Wenn er sich sauber von den Wänden der Schüssel löst und eine klare Spur hinterlässt, ist er gut. Dann die abgetropften Rosinen vorsichtig unterheben, nur so viel wie nötig, um sie zu verteilen.
Und jetzt: Geduld
Decken Sie die Schüssel ab und stellen Sie sie an einen zugfreien Ort — ein ausgeschalteter Ofen mit eingeschaltetem Licht funktioniert perfekt. 1.5 bis 2 Stunden, der Teig muss sein Volumen verdoppeln. Bereiten Sie in der Zwischenzeit die Form vor: Butter überall, wirklich überall, bis in die Ecken der Riffelung. Legen Sie in jede Rille eine ganze Mandel. Den Teig leicht entgasen, eine Kugel formen und in die Form legen. Zweite Gehzeit von 45 Minuten — der Teig sollte leicht über den Rand ragen. Bei 180°C für 40 bis 45 Minuten backen. In diesem Moment duftet das ganze Haus nach warmem Brioche, ein butterartiger und süßer Geruch, der überallhin zieht.

Tipps & Tricks
- Buttern Sie die Form im Zweifelsfall zweimal ein. Ein Gugelhupf, der beim Stürzen kleben bleibt, ist das einzige wahre Drama dieses Rezepts. Die zweite Schicht kann Sie retten.
- Wenn die Oberseite während des Backens zu schnell braun wird, legen Sie locker ein Blatt Alufolie darüber. Das Innere backt dann in Ruhe weiter.
- Um zu wissen, ob er durch ist: Stechen Sie mit einem feinen Messer in die Mitte, es muss trocken herauskommen. Die Oberfläche sollte tief goldbraun sein — denken Sie an die Farbe einer gerösteten Haselnuss, nicht an hellen Karamell.

Kann man einen Gugelhupf ohne spezielle Form backen?
Ja, eine Bundt-Kuchenform aus Metall funktioniert sehr gut als Ersatz. Der Unterschied zur traditionellen emaillierten Tonform ist die Hitzeverteilung — die Kruste wird etwas weniger gleichmäßig, aber das Ergebnis ist trotzdem sehr gut. Buttern Sie die Form zur Sicherheit zweimal ein.
Kann man den Teig am Vortag zubereiten?
Ja, und das ist sogar eine sehr gute Strategie. Decken Sie den Teig nach dem ersten Gehen mit Frischhaltefolie ab und stellen Sie ihn über Nacht in den Kühlschrank. Lassen Sie ihn am nächsten Morgen 30 Minuten Zimmertemperatur annehmen und geben Sie ihn dann für das zweite Gehen in die Form. Durch die langsame kalte Gare entwickelt sich sogar noch mehr Aroma.
Warum geht mein Gugelhupf nicht auf?
Die häufigste Ursache: zu heiße Milch, welche die Hefe abtötet. Die Milch sollte lauwarm sein, etwa 35°C — wenn Sie den Finger hineinstecken, sollte es angenehm und nicht brennend sein. Zweite mögliche Ursache: zu alte frische Hefe. Prüfen Sie vor dem Start immer das Datum.
Wie bewahrt man den Gugelhupf auf?
Bei Raumtemperatur, in ein sauberes Küchentuch eingewickelt, hält er sich 2 bis 3 Tage, ohne auszutrocknen. Für den Gefrierschrank in Scheiben oder Hälften geschnitten, gut in Frischhaltefolie verpackt und bis zu einem Monat haltbar. Einfach bei Raumtemperatur auftauen lassen — 20 Minuten reichen für eine Scheibe.
Kann man die Rosinen durch etwas anderes ersetzen?
Auf jeden Fall. Schokoladenstückchen funktionieren sehr gut für eine üppigere Version. Getrocknete Kirschen, Cranberries oder getrocknete Aprikosen, in kleine Stücke geschnitten, sind ebenfalls gute Ersatzmöglichkeiten. Weichen Sie die Trockenfrüchte in jedem Fall vorher ein, damit sie beim Backen nicht austrocknen.
Wie vermeide ich, dass der Gugelhupf beim Stürzen kleben bleibt?
Buttern Sie großzügig jede Rille der Form mit weicher Butter und einem Pinsel ein, nicht mit einem Spray. Lassen Sie den Gugelhupf 10 Minuten in der Form abkühlen, bevor Sie ihn stürzen — weder zu heiß noch zu kalt. Fahren Sie vorsichtig mit der Klinge eines feinen Messers am Rand entlang, wenn es Widerstand gibt, und drehen Sie ihn dann mit einer entschlossenen Geste um.
Traditioneller Gugelhupf
Französisch
Dessert
Das elsässische Brioche schlechthin, luftig und weich, mit seinen aufgequollenen Rosinen und goldenen Mandeln. Ein Wochenendrezept, das Geduld erfordert, aber keine komplexe Technik.
Zutaten
- 500g Mehl T55
- 25g frische Backhefe
- 60g Zucker
- 250ml lauwarme Milch
- 180g Süßrahmbutter, weich (2 Stunden vorher herausgenommen)
- 2 Eier
- 1 Prise Salz
- 100g Sultaninen
- 4 EL lauwarmer Orangensaft (zum Einweichen)
- 50g ganze Mandeln
- 2 EL Puderzucker (zum Bestreuen)
Anleitung
- 1Die Rosinen mindestens 30 Minuten lang in lauwarmem Orangensaft einweichen.
- 2Die Hefe in 50ml der lauwarmen Milch bröseln. Mischen und 10 Minuten ruhen lassen, bis sich leichter Schaum bildet.
- 3Mehl, Zucker und Salz in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Eier, die aktivierte Hefe und dann nach und nach die restliche Milch hinzufügen. 10 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit kneten.
- 4Die weiche Butter in Stücken nach und nach unter Kneten hinzufügen. Der Teig wird in 8 bis 10 Minuten glatt und glänzend.
- 5Die Rosinen abtropfen lassen und vorsichtig in den Teig einarbeiten. Abdecken und 1,5 bis 2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
- 6Die Gugelhupfform großzügig ausbuttern. Eine ganze Mandel in jede Rille legen.
- 7Den Teig leicht entgasen, eine Kugel formen und in die Form legen. Abdecken und erneut 45 Minuten gehen lassen.
- 8Den Backofen auf 180°C vorheizen. 40 bis 45 Minuten backen. Mit Alufolie abdecken, wenn die Oberseite zu schnell dunkel wird.
- 910 Minuten abkühlen lassen, auf ein Kuchengitter stürzen und dann großzügig mit Puderzucker bestreuen.
Hinweise
• Der Teig kann am Vortag zubereitet werden: nach dem ersten Gehen abdecken und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. 30 Minuten vor dem Einfüllen in die Form Zimmertemperatur annehmen lassen.
• Aufbewahrung: 2 bis 3 Tage bei Raumtemperatur in ein Tuch eingewickelt oder bis zu 1 Monat geschnitten im Gefrierschrank.
• Variante: Ersetzen Sie die Rosinen durch Schokoladenstückchen und Orangenschale für eine üppigere Version.
Nährwerte (pro Portion, geschätzt)
| 350 kcalKalorien | 6gEiweiß | 42gKohlenhydrate | 17gFett |










