Lachsbraten — zwei Worte, die die Hälfte der Leute vertreiben, noch bevor sie die Schürze umgebunden haben. Das ist der Ruf dieses Gerichts: altbacken, trocken, ein Nachkriegsessen, das man isst, weil man keine Wahl hat. Doch dieser Lachsbraten mit sechs Zutaten, fünfundvierzig Minuten im Ofen und fast keinen Kosten, ist in meiner Küche zu einem dieser Gerichte geworden, nach denen immer wieder gefragt wird.

Zutaten :
- Lachs aus der Dose — Nehmen Sie Sockeye-Wildlachs, wenn Sie welchen finden — die Farbe ist deutlich schöner und der Geschmack intensiver. Ansonsten funktioniert klassischer Buckellachs sehr gut. Lassen Sie ihn sorgfältig abtropfen und entfernen Sie die Gräten mit den Fingern, das dauert dreißig Sekunden.
- Salzcracker vom Typ Tuc oder Ritz — Sie sind Bindemittel und Würze zugleich. Zerbröseln Sie sie grob mit der Hand, nicht zu feinem Pulver — wir wollen ein paar kleine Fragmente im Teig spüren. Ritz-Cracker bringen einen leicht butterartigen Geschmack mit, der sehr gut zum Lachs passt.
- Eier — Zwei ganze Eier, verquirlt, bevor sie untergemischt werden. Sie geben die Struktur. Ohne sie würde der Braten schon beim ersten Anschnitt in Krümel zerfallen.
- Zwiebel — Eine halbe Zwiebel, vorzugsweise gerieben. Gerieben verschwindet sie völlig in der Masse, ohne dass man sie bemerkt, gibt aber Tiefe. Fein gehackt ist ihre Präsenz deutlicher. Ganz nach Ihrem Geschmack.


