An einem Sonntagnachmittag im November, wenn der Himmel grau ist und man nirgendwo hin muss, ist genau der richtige Moment für ein Kalbsfrikassee mit Curry. Nicht um jemanden zu beeindrucken. Einfach um sich etwas Gutes zu tun.

Zutaten :
- Die Kalbsschulter — Das ist das Stück, das man für diese Art von Gericht wählt, nicht das Filet. Die Schulter hat Fett und Kollagen — genau das, was beim Garen schmilzt und der Sauce diese seidige Textur verleiht. Bitten Sie Ihren Metzger, sie in 4 bis 5 cm große Würfel zu schneiden. Zu klein geschnitten zerfallen sie komplett.
- Das Currypulver — Nehmen Sie ein Curry von ordentlicher Qualität, nicht die 0,80 € Plastikdose aus dem hintersten Schrankeck. Ein Madras- oder Kaschmir-Curry bringt Tiefe. Wenn Sie Currypaste haben, verwenden Sie diese stattdessen: Ein Esslöffel genügt, und sie aromatisiert deutlich besser.
- Die Kokosmilch — Nehmen Sie die Vollfett-Variante, nicht die Light-Version. Der Unterschied in der Textur ist enorm. Die Light-Variante macht die Sauce wässrig und kraftlos. Eine 400 ml Dose für 4 Personen ist das richtige Maß.
- Frischer Ingwer — Wenn Sie ihn noch nie benutzt haben, ist jetzt der Moment. Reiben Sie ihn sehr fein, sodass Sie ein duftendes Fruchtfleisch erhalten, das sich in der Sauce auflöst. Die Pulverversion kann im Notfall helfen, hat aber nicht diese frische, fast scharfe Note, die den Unterschied bei einem Curry ausmacht.


