Dieser Duft nach gratiniertem Käse, an den Rändern leicht angebräunt, der zehn Minuten vor dem Servieren die ganze Küche erfüllt. Das ist der Zucchini-Tomaten-Gratin. Keine komplizierte Technik, keine endlose Einkaufsliste — nur Alltagsgemüse und ein Ofen, der fast die ganze Arbeit macht.

Die Oberfläche ist goldbraun wie heller Karamell, an einigen Stellen am Rand der Form etwas dunkler, dort, wo der Käse gegen die heiße Keramik geschmolzen ist. Darunter haben die Zucchini sanft ihr Wasser abgegeben, sind weich und glasig geworden, und die Tomaten sind eingekocht, während sich ihr Saft mit der cremigen Masse vermischt hat. Ein Löffel darin findet kaum Widerstand. Der Geruch erinnert an Kräuter der Provence und warme Milch, mit diesem leicht säuerlichen Unterton der Tomaten, die Zeit hatten, ihr Aroma zu konzentrieren.
Warum Sie dieses Rezept lieben werden
Zutaten im Detail

Alles was man braucht: einfaches Sommergemüse, Eier, Sahne und geriebener Käse.
- Die Zucchini : Wählen Sie feste, nicht zu große Exemplare — eine 25 cm lange Zucchini mit dicken Kernen ist oft bitter und wässrig. Kleine, um die 200 g pro Stück, haben ein dichteres Fleisch und weniger Wasser. Schälen ist nicht nötig.
- Die Tomaten : Hier verändert der Reifegrad das Ergebnis wirklich. Eine etwas weiche, tiefrote Tomate, die beim Aufschneiden gut duftet — die ist perfekt. Feste, zu glänzende Supermarkttomaten im Winter geben einen wässrigen, sauren Saft ab. Im Sommer mit Tomaten aus dem Garten oder vom Markt ist es ein ganz anderes Rezept.
- Sahne und Eier : Das ist der Guss, das Bindemittel, das alles zusammenhält. Zwei Eier und 20 cl Vollsahne — keine fettreduzierte, die nicht so gut bindet und ein weniger cremiges Ergebnis liefert. Mit Salz, Pfeffer und eventuell Kräutern verquirlen, und schon ist es fertig.
- Geriebener Käse : Emmentaler oder Gruyère schmelzen und gratinieren am besten. Geriebener Mozzarella zieht mehr Fäden und ist milder, gut für Kinder. Comté bringt mehr Charakter. Vermeiden Sie industrielle ‘4-Käse’-Mischungen — diese enthalten oft Stärke und bräunen merkwürdig.
Zucchini vorgaren — der einzige Schritt, der wirklich alles verändert
Das klassische Problem bei Zucchini-Gratin ist das Wasser. Zucchini enthalten enorm viel davon, und wenn man sie roh in die Form legt, wässern sie während des Garens komplett aus. Das Ergebnis: ein flüssiger Boden, eine verwässerte Creme und Gemüse, das vage im eigenen Saft schwimmt. Fünf bis sieben Minuten in der Pfanne mit etwas Olivenöl bei mittlerer Hitze — man hört dieses leise Zischen, wenn das Wasser verdampft, das ist genau richtig. Die Zucchini werden an den Rändern leicht glasig und fangen an, gut zu duften. Wenn sie noch etwas Biss haben, ist das nicht schlimm, sie garen im Ofen fertig. Zwiebel und Knoblauch kommen in die gleiche Pfanne, sie geben Aroma ab, ohne zu dominieren.

Die Form ganz entspannt schichten
Eine Schicht Zucchini, eine Schicht Tomaten, und von vorn. Das ist alles. Man muss nicht in einer präzisen Reihenfolge schichten oder Millimeter für Millimeter abwechseln — wichtig ist nur, dass das Gemüse die Form gut ausfüllt, ohne große Lücken zu lassen, und dass die Tomaten gleichmäßig verteilt sind, da sie Saft abgeben. Gießen Sie die Ei-Sahne-Mischung so darüber, dass alles bedeckt ist. Man sieht, wie die bernsteinfarbene Flüssigkeit zwischen die Gemüseschichten sickert. Eine großzügige Handvoll geriebener Käse obenauf, und los geht’s.
35 Minuten lang nichts mehr anfassen
180°C, vorgeheizter Ofen, 35 Minuten. Widerstehen Sie dem Drang, den Ofen alle zehn Minuten zu öffnen. Der Gratin braucht Zeit, damit der Guss stocken kann, das Gemüse schmilzt und der Käse diese goldene Kruste bildet. Wenn die Oberfläche gegen Ende noch zu blass erscheint, schalten Sie für zwei bis drei Minuten den Grill ein. Die Zielfarbe ist ein gleichmäßiges Goldbraun mit einigen dunkleren Stellen. Aus dem Ofen nehmen. Warten Sie vor dem Servieren fünf Minuten: Diese Ruhepause sorgt dafür, dass der Auflauf stabil bleibt, wenn Sie den Heber ansetzen.

Tipps & Tricks
- Den Ei-Sahne-Guss nicht zu stark salzen: Der geriebene Käse bringt bereits Salz mit, und die Zucchini wurden schon in der Pfanne gesalzen. Lieber erst probieren.
- Wenn Ihre Tomaten sehr wässrig sind, entkernen Sie sie vor dem Schneiden — entfernen Sie die Kerne mit einem kleinen Löffel, so reduzieren Sie die Feuchtigkeit in der Form, ohne den Geschmack zu opfern.
- Am nächsten Tag kalt schmeckt dieser Gratin fast noch besser: Der Guss ist gut durchgezogen, die Aromen haben sich vermischt und die Zucchini haben den restlichen Tomatensaft aufgesogen.

Wie vermeide ich, dass der Gratin zu flüssig wird?
Die Hauptursache ist rohe Zucchini, die direkt in die Form gegeben wird. Wenn man sie vor dem Schichten 5 bis 7 Minuten in der Pfanne anbrät, entweicht das Wasser vor dem Backen. Wenn die Tomaten sehr saftig sind, entkernen Sie diese ebenfalls vor dem Schneiden.
Kann man diesen Gratin im Voraus zubereiten?
Ja, das ist sogar sehr praktisch. Schichten Sie den kompletten Gratin (Gemüse + Guss + Käse) am Vortag, decken Sie die Form mit Frischhaltefolie ab und stellen Sie sie in den Kühlschrank. Am nächsten Tag 15 Minuten vor dem Backen herausnehmen und die Backzeit um 5 Minuten verlängern.
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