Selbstgemachte Kräutertees: Jeder glaubt, das sei nur etwas für Leute mit Regalen voller handbeschrifteter Vorratsgläser. Die Realität: Drei Zutaten, die du wahrscheinlich schon hast, zehn Minuten an deinem Sonntagmorgen und eine Tasse, die wie ein orientalischer Gewürzladen duftet — im besten Sinne. Kein kompliziertes Ritual, keine Investition.

Zutaten :
- Rosmarin — Ein frischer Zweig ist ideal. Knicke ihn leicht zwischen den Fingern, bevor du ihn hinzufügst — der Geruch ist sofort intensiver, fast kampferartig, und man spürt, dass er mehr Wirkstoffe an das heiße Wasser abgibt. Getrocknet funktioniert es auch, ein halber Teelöffel genügt. Vermeide gemahlenes Rosmarinpulver: Es schmeckt herb und trübt die Flüssigkeit unnötig.
- Kurkuma — Als Pulver ist es am praktischsten. Wähle eine leuchtend orangefarbene Variante — wenn es eher blassbeige ist, ist es alt und hat das Wesentliche verloren. Frische Kurkumawurzel gibt es im Asia-Markt: Sie sieht aus wie Miniatur-Ingwer mit brauner Haut und einem fast fluoreszierenden orangefarbenen Inneren. Eine dünne Scheibe reicht. Letzter Punkt: Er färbt alles ab, was er berührt, inklusive Arbeitsplatte — du bist gewarnt.
- Ceylon-Zimt — Der Hinweis ‘Ceylon’ auf dem Etikett ist wichtig. Cassia-Zimt — der, den man überall günstiger findet — hat einen stärkeren und leicht bitteren Geschmack. Ceylon-Zimt ist süßer, komplexer und leicht zitronig. Eine ganze Stange pro Tasse ist das richtige Maß. Wenn du nur Pulver hast, nimm einen halben Teelöffel.
- Schwarzer Pfeffer — Optional auf der Liste, aber nützlich in der Praxis. Eine Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer — nur eine — vervielfacht die Aufnahme von Kurkuma. Das ist kein Mythos: Das Piperin im Pfeffer wirkt direkt auf die Bioverfügbarkeit von Curcumin. Du wirst es in der Tasse kaum spüren, aber er verrichtet diskret seine Arbeit.


