Es gibt Desserts, die man vergisst, weil sie zu einfach erscheinen. Und dann, an einem Sonntag, macht man sie wieder — und fragt sich, warum man damit aufgehört hat. Der Orangen-Grießkuchen gehört dazu.

Zutaten :
- Feiner Grieß — Es muss wirklich der feine sein — nicht der mittlere, nicht der grobe. Er schmilzt in der heißen Milch und ergibt eine glatte, fast cremige Textur. Bei gröberem Grieß erhält man etwas Körniges, das an süße Polenta erinnert. Nicht unangenehm, aber es ist ein anderes Dessert.
- Frische Orangen — Zwei Orangen, und wir verwenden alles: Schale und Saft. Nimm nach Möglichkeit unbehandelte Orangen — besonders für den Abrieb, da dort die ätherischen Öle konzentriert sind, die das Aroma geben. Saft aus der Flasche wird das nicht schaffen. Eine einfache Supermarkt-Orange funktioniert bestens, solange sie frisch ist.
- Vollmilch — Vollmilch sorgt für Geschmeidigkeit. Fettarme Milch geht auch, aber das Ergebnis wird etwas weniger cremig. Dies ist einer der seltenen Fälle, in denen man diesen Unterschied in der endgültigen Textur wirklich spürt.
- Vanillezucker — Ein Päckchen ist dezent — allein fast unmerklich. Aber es rundet die Säure der Orange ab und ergänzt den normalen Zucker, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Wenn du keinen hast, bewirkt ein halber Teelöffel reiner Vanilleextrakt genau dasselbe.


