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23 mai 2026

Lorbeer-Zimt-Tee

Vorbereitung
5 Minuten
Kochzeit
15 Minuten
Gesamtzeit
20 Minuten
Portionen
2 Tassen

Am Abend ein Topf, der sanft erwärmt, und dieser Duft – würzig, pflanzlich, beruhigend – der beginnt, die Küche zu füllen. Es sind Lorbeer und Zimt in Wasser. Zwei Zutaten. Mehr braucht es nicht.

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Endergebnis
Eine schöne Tasse Lorbeer-Zimt-Tee, golden und dampfend, bereit zum Genießen.

In der Tasse schimmert der Kräutertee hell bernsteinfarben, wie ein sehr leichter Tee, aber mit einer Tiefe, die man von zwei Blättern und einer Stange nicht erwarten würde. Er dampft noch. Der aufsteigende Duft ist zugleich holzig, grasig und leicht süß – der Lorbeer liefert diesen dezenten pflanzlichen Hintergrund, über den der Zimt mit seiner vertrauten Wärme gleitet. Man hält die Tasse mit beiden Händen und lässt den Rest des Tages los.

Warum Sie dieses Rezept lieben werden

Zwei Zutaten, keine Einkaufsliste : Getrockneter Lorbeer (der, der seit sechs Monaten in deinem Schrank liegt, funktioniert bestens) und eine Zimtstange. Das ist alles. Kein Besuch im Spezialgeschäft nötig.
Dauert 15 Minuten im Passiv-Modus : Du stellst den Topf zum Erhitzen auf, machst etwas anderes, kommst zurück. Es ist eine der seltenen Zubereitungen, bei denen es umso besser wird, je weniger du dich darum kümmerst.
Allein der Duft ist die Mühe wert : Das Aroma, das sich während des Kochens im Raum verteilt, hat an sich schon etwas Beruhigendes. Das Ergebnis in der Tasse ist der Bonus.
Keine besondere Ausrüstung : Ein kleiner Topf, ein Sieb oder ein feiner Seiher, und fertig. Keine japanische Teekanne, kein Titan-Infuser.

Zutaten im Detail

Zutaten

Alles, was man braucht: getrocknete Lorbeerblätter, eine Zimtstange und ein wenig Honig zum Süßen.

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  • Getrocknete Lorbeerblätter : Nimm die klassischen Lorbeerblätter, die du für Schmorgerichte verwendest. Frisch, wenn du welche im Garten hast, sonst getrocknet – beides funktioniert. Vermeide zerbröselte Blätter oder Pulver: Sie gehen durch jedes Sieb und am Ende trinkst du etwas Trübes. Fünf ganze Blätter sind die richtige Menge für einen präsenten, aber nicht aufdringlichen Geschmack.
  • Zimtstange : Eine echte Stange, kein Pulver. Pulver verteilt sich in der Flüssigkeit, lässt sich nicht gut filtern und hinterlässt eine unangenehm sandige Textur am Tassenboden. Ceylon-Zimt – der feine, helle, der sich in leichten Schichten rollt – ist süßer und weniger herb als Cassia (der dicke dunkle Klotz). Wenn du im Supermarkt die Wahl hast, nimm Ceylon.
  • Honig : Optional, aber er mildert, ohne die Aromen zu überdecken. Ein Teelöffel genügt. Akazienhonig für Diskretion, Lavendelhonig, wenn es floraler sein soll. Wichtig: Gib ihn erst in die Tasse, niemals in den Topf – die Hitze beim Kochen zerstört einen Teil seiner Wirkstoffe.

Frisch oder getrocknet, ganz egal

Man hört oft, dass frische Blätter für Kräutertees unbedingt besser seien. Für Lorbeer stimmt das nicht. Getrocknet haben die Blätter ihre konzentrierten ätherischen Öle – deshalb verwendet man sie seit Jahrhunderten im Bouquet Garni. Spüle sie kurz unter kaltem Wasser ab, um Staub zu entfernen. Du wirst sehen, dass ein trockenes Blatt fest und leicht glänzend ist, mit diesem charakteristischen Khakigrün. Fünf Blätter, eine Zimtstange, zwei Tassen Wasser. Ganz einfach.

Frisch oder getrocknet, ganz egal
Lorbeerblätter und Zimt vereinen sich mit dem köchelnden Wasser zu einem aromatischen Aufguss.

Das sanfte Köcheln ist das Signal

Bringe das Wasser zum Kochen und schalte die Hitze sofort herunter. Wir wollen ein leichtes Köcheln – diese regelmäßigen kleinen Bläschen am Boden des Topfes, kein sprudelndes Kochen, das überläuft und alles verdampft. Gib die Blätter und die Zimtstange hinein. Der Duft steigt fast sofort auf: zuerst der Zimt, warm und direkt, dann der Lorbeer, der sich im Hintergrund festsetzt, diskreter und krautiger. Lass es zehn Minuten bei schwacher Hitze ohne Deckel köcheln – die Aromen zirkulieren zu lassen, gehört zur Technik.

Die Ruhezeit ist nicht optional

Schalte nach zehn Minuten Köcheln den Herd aus und lass alles weitere fünf Minuten ziehen. In dieser Phase nimmt der Tee seine endgültige Farbe an – dieses durchscheinende Bernsteinbraun mit goldenen Reflexen wie ein sehr heller Karamell. Widerstehe dem Drang, sofort einzugießen. Diese fünf Minuten ändern wirklich etwas: Der Tee wird runder, weniger kantig. Dann durch ein feines Sieb in die Tasse gießen. Honig nach Belieben hinzufügen.

Die Ruhezeit ist nicht optional
Der Tee köchelt sanft und setzt die ätherischen Öle des Lorbeers und den warmen Duft des Zimts frei.

Tipps & Tricks
  • Verwende Echten Lorbeer (Laurus nobilis), nicht den giftigen Oleander. Wenn du unsicher bist: Das Etikett deines Gewürzglases gibt Auskunft – es ist derselbe Lorbeer wie für Eintöpfe.
  • Koche nicht zu stark oder zu lange: Nach mehr als fünfzehn Minuten Kochzeit machen die Gerbstoffe des Lorbeers den Tee bitter und leicht herb. Zehn Minuten sanftes Köcheln ist der ideale Punkt.
  • Wenn du etwas Belebenderes als Beruhigendes suchst, ersetze den Zimt durch eine Scheibe frischen Ingwer. Das Profil ändert sich komplett – schärfer, lebendiger, weniger rund.
Nahaufnahme
Die goldene Bernsteinfarbe des Tees, klar und einladend, bereit, von innen zu wärmen.
FAQs

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Kann man frischen statt getrockneten Lorbeer verwenden?

Ja, beides geht. Frischer Lorbeer gibt ein etwas grasigeres und weniger konzentriertes Aroma. Wenn du frische Blätter nimmst, verwende 7 bis 8 Blätter statt 5 – getrocknete Blätter haben eine höhere Konzentration an ätherischen Ölen.

Kann man die Zimtstange durch Zimtpulver ersetzen?

Technisch gesehen ja, aber das Ergebnis ist weniger angenehm: Das Pulver verteilt sich in der Flüssigkeit, lässt sich nicht vollständig filtern und hinterlässt einen körnigen Bodensatz. Wenn du nur Pulver hast, gib es in einen Teebeutel oder Teefilter, bevor du es hinzufügst.

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