Das erste, was einem auffällt, noch bevor man probiert, ist das Brutzeln. Wenn der kalte Reis auf die heiße Pfanne trifft, knistert es laut – ein trockenes, lebhaftes Geräusch, das ankündigt, dass etwas Gutes im Entstehen ist. Dieses Geräusch fasst das Gericht zusammen: direkt, effektiv, wohltuend.

Zutaten :
- Kalter Reis vom Vortag — Das ist wirklich die eine Zutat, bei der man keine Kompromisse machen sollte. Heißer Reis in der Pfanne ergibt einen klebrigen Matsch. Kalt bleiben die Körner getrennt, sie rösten leicht an der Oberfläche und nehmen die Sojasauce auf, ohne zu zerfallen. Falls du keinen hast, koche Reis zwei Stunden vorher und verteile ihn auf einem Blech im Kühlschrank, um das Abkühlen zu beschleunigen.
- Gekochte Hähnchenschenkel — Das Rezept startet mit bereits gekochtem Hähnchen – Schenkel oder Brust, je nachdem, was du zur Hand hast. Schenkel geben mehr Geschmack und bleiben unter der Sauce saftiger. Brust ist in Ordnung, aber sie trocknet schnell aus, wenn die Pfanne zu lange zu heiß ist.
- Sesamöl — Ein Esslöffel scheint nichts zu sein. Aber es verleiht diese charakteristische geröstete Nussnote. Ersetze es nicht durch ein neutrales Öl – es ist nicht zum Braten da, sondern für den Geschmack. Es kommt mit Olivenöl in die Pfanne, niemals allein bei starker Hitze.
- Maisstärke — In etwas kaltem Wasser aufgelöst und dann zur Sauce gegeben, verwandelt sie diese in Sekundenschnelle. Ohne sie bleibt die Sauce flüssig. Mit ihr wird sie sirupartig und haftet am Hähnchen. Das ist der Unterschied zwischen einer Sauce, die umhüllt, und einer, die auf den Boden der Schüssel läuft.


