Haben Sie schon einmal einen Grünkohl hinten im Kühlschrank liegen sehen und sich gefragt, was Sie damit anfangen sollen? Dieser Gratin wurde genau dafür entwickelt. Ein Kohl, der eigentlich auf dem Kompost landen sollte, findet sich unter drei geschmolzenen Käsesorten in einer mit Muskatnuss parfümierten Sahne wieder – und plötzlich streitet sich jeder um das letzte Stück.

Zutaten :
- Der Kohl — Ein fester, mittelgroßer Grünkohl. Wenn Sie Wirsing finden – den krausen mit gewellten Blättern – nehmen Sie den stattdessen: Seine Konsistenz haftet besser an der Sauce und gibt weniger Wasser ab. Behalten Sie den Strunk beim Schneiden in Viertel; er hält alles während des Garens zusammen.
- Die Sahne — Hier keine leichte Sahne. Sie benötigen mindestens 30 % Fett, damit die Sauce richtig eindickt, anstatt wässrig zu werden. Flüssige Sahne aus dem Supermarkt ist bestens geeignet.
- Der Cheddar — Nehmen Sie einen gereiften Cheddar, nicht den billigen neonorangefarbenen Block. Ein 12 Monate gereifter Cheddar hat einen viel ausgeprägteren Geschmack, der auch nach dem Garen durchkommt. Und reiben Sie ihn selbst – wir sprechen später in den Tipps darüber.
- Die Muskatnuss — Ein paar Reibstöße genügen. Sie verschwindet in der Sauce, verleiht aber jene warme Tiefe, die man spürt, ohne sie wirklich zu identifizieren. Mit Sahne und Käse ist das eine Kombination, die seit Jahrhunderten jedes Mal funktioniert.


