Kuchen auf Stärkebasis verdienen weit mehr Aufmerksamkeit, als man ihnen schenkt. Dieser Zitronenwolkenkuchen ist der perfekte Beweis: ein Teig, der fast zu einfach erscheint, um etwas Interessantes hervorzubringen, und der aus dem Ofen kommt mit einer verblüffend leichten Krume. Es ist das ultimative Wochenendrezept – kein Stress, keine anspruchsvolle Technik, nur ein bisschen Zeit vor sich.

Zutaten :
- Kartoffelstärke — Das ist die Hauptzutat, auf keinen Fall durch Maisstärke ersetzen. Die Konsistenz wird anders – klebriger, weniger luftig. Kartoffelstärke nimmt Feuchtigkeit auf eine besondere Weise auf, die diese charakteristische Leichtigkeit erzeugt. Du findest sie leicht im Supermarkt, in der Stärke- und Bindemittelabteilung, oft neben der Maisstärke. Eigenmarke oder Alsa, egal.
- Zitronenschale (nicht der Saft) — Nur die Schale. Der Saft würde den Teig ansäuern und das Aufgehen behindern. Die Schale enthält die ätherischen Öle der Zitrone – dort ist das Aroma konzentriert. Nimm wenn möglich eine unbehandelte Zitrone. Wenn du nur normale Zitronen hast, schrubbe sie kräftig unter heissem Wasser, bevor du die Schale abreibst.
- Neutrales Öl — Sonnenblumen-, Traubenkern-, Rapsöl – was du hast. Auf keinen Fall Olivenöl: es würde einen Nachgeschmack hinterlassen, der überhaupt nicht zur Zitrone passt. Das Öl sorgt auch dafür, dass der Kuchen lange saftig bleibt, viel besser als Butter.
- Backpulver — 16 g für diese Grösse ist grosszügig, aber notwendig. Sei nicht versucht, weniger zu nehmen – diese Menge bewirkt das schnelle Aufgehen und die charakteristische gewölbte Kuppel. Überprüfe, ob dein Backpulver noch frisch ist: altes Backpulver ergibt einen flachen, dichten Kuchen.


