Pizza mit Tomaten ist gut. Pizza bianca ist besser – und wer das einmal kapiert hat, macht keinen Rückzieher mehr. Ohne die alles überdeckende Säure kommen die anderen Zutaten richtig zur Geltung. Zucchini und Tête de Moine profitieren in vollen Zügen.

Zutaten :
- Der Pizzateig — Selbst gemacht oder gekauft, das ändert das Ergebnis. Selbst: Mehl Type 405 oder 00, frische Hefe, etwas Olivenöl, Salz, lauwarmes Wasser – und mindestens 1,5 Stunden Gehzeit bei Raumtemperatur. Gekauft: Wählen Sie frischen Kühlteig, keinen Tiefkühlteig. TK-Teig ergibt oft eine gummiartige Konsistenz, die kein Ofen retten kann.
- Die Ricotta — Sie fungiert als Sauce. Nehmen Sie Vollfett-Ricotta, nicht die fettreduzierte – die gibt beim Backen zu viel Wasser ab und weicht den Teig durch. Gute Ricotta muss unter dem Löffel fest sein, fast körnig. Würzen Sie sie mit Salz, Pfeffer und einer geriebenen Knoblauchzehe, bevor Sie sie verstreichen.
- Die Zucchini — Klein und fest, nicht die großen August-Zucchini voller Wasser. Schneiden Sie sie so dünn wie möglich – idealerweise auf einer Mandoline, max. 2-3 mm. Je dünner, desto gleichmäßiger garen sie, ohne Flüssigkeit auf der Pizza abzugeben.
- Der Tête de Moine AOP — Dieser Käse gibt der Pizza ihre Identität. Er kommt in kleinen Rosetten, die mit einem Gerät namens Girolle hergestellt werden – falls Sie keine haben, tut es auch ein Spiralschäler. Geben Sie ihn niemals vor dem Backen darauf: Die Hitze würde seine aromatische Feinheit zerstören. Er wird erst auf die heiße Pizza gelegt, nachdem sie aus dem Ofen kommt, und schmilzt sanft.


