Da ist dieser Duft, der aufsteigt, wenn die Blätter zu kochen beginnen – etwas zwischen grünem Tee und nasser Erde nach dem Regen, dazu der gelb-orangefarbene Akzent von Kurkuma. Es dauert zehn Sekunden, um ihn zu erkennen, und danach vergisst man ihn nie wieder. Es ist die Art von Getränk, das man einmal aus Neugier zubereitet und dann jede Woche wieder macht, weil sich der Morgen ohne es unvollständig anfühlt.

Zutaten :
- Guavenblätter — Wenn du einen karibischen, afrikanischen oder asiatischen Markt in der Nähe hast, wirst du sie leicht finden – frisch oder getrocknet. Die frischen haben eine leicht ledrige Textur, fast wie Lorbeer, nur dicker, und sie verströmen einen grünen, leicht harzigen Duft, wenn man sie zerreibt. Getrocknete funktionieren auch, aber reduziere die Menge um die Hälfte.
- Soursop-Blätter (Stachelannone) — Seltener als Guavenblätter, aber in karibischen Lebensmittelgeschäften oder online zu finden. Sie sind lang, dunkelgrün und haben eine charakteristische leichte Bitterkeit. Sie verleihen dem Aufguss diese etwas geheimnisvolle Tiefe. Wenn du keine findest, ersetze sie durch Kaffir-Limettenblätter oder verdoppele einfach die Guavenblätter – der Geist bleibt derselbe.
- Kurkuma — Als Pulver ist es am einfachsten. Kauf es lieber in einem indischen Laden oder im Bioladen als im Standardsupermarkt – die Farbe ist intensiver, der Geschmack weniger fad. Ein halber Teelöffel reicht für zwei Tassen, aber wenn du eine kräftigere Farbe willst – dieses Gelb-Orange wie ein Sonnenuntergang im Glas – nimm einen dreiviertel Löffel.
- Schwarzer Pfeffer — Auf dem Papier optional, in der Praxis eigentlich nicht. Eine kleine Prise verzehnfacht die Aufnahme von Kurkuma durch den Körper. Und ehrlich gesagt fügt es eine leichte pfeffrige Wärme hinzu, die das Getränk interessanter macht. Vergiss ihn nicht.


