Ei im Kaffee ist die Art von Idee, die die Leute die Stirn runzeln lässt. Und doch wird das in Vietnam seit den 40er Jahren getrunken. Die Version, die wir hier machen — mit Honig und Ingwer — ist vielleicht sogar noch besser.

Zutaten :
- Der Kaffee — Er muss stark sein. Wirklich stark. Eine fest gestampfte Moka, ein doppelter Espresso, ein sehr konzentrierter Filterkaffee — egal welche Methode, aber ein leichter Kaffee wird vom Eigelb übertönt und du wirst fast nichts schmecken. Wenn du eine Moka hast, benutze sie. Es ist das ideale Format dafür.
- Das Eigelb — Nimm frische Eier, idealerweise von Hühnern aus Freilandhaltung — das Eigelb ist oranger, geschmackvoller und der Unterschied ist mit bloßem Auge erkennbar. Ein frisches, gut aufgeschlagenes Eigelb riecht leicht nach Butter. Ein minderwertiges industrielles Ei ergibt einen matteren Schaum und ein viel weniger interessantes Ergebnis.
- Der Honig — Nicht der industrielle Plastikhonig, der nur nach Zucker schmeckt. Ein etwas dickflüssiger Blütenhonig mit Charakter. Kastanienhonig ist hier exzellent — er bringt eine leichte Bitterkeit mit, die den Kaffee gut ergänzt. Ein gestrichener Teelöffel ist völlig ausreichend.
- Frischer Ingwer (oder Zimt) — Frisch geriebener Ingwer ist dem Pulver deutlich überlegen — er prickelt am Ende des Schlucks leicht, wie ein kleines Wärmesignal in der Brust. Zimt ergibt etwas Sanfteres, Winterlicheres. Ganz nach Lust und Laune. Beides funktioniert, aber mische sie nicht — sie überlagern sich gegenseitig.


