Kennst du diese späten Novembernachmittage, an denen keine Pizza und kein aufgewärmtes Fertiggericht so richtig hilft? Hähnchen mit Maroilles ist genau die Antwort darauf. Es ist ein Gericht aus dem Norden Frankreichs, von Natur aus großzügig — und ehrlich gesagt, wir werden uns nicht darüber beschweren.

Zutaten :
- Maroilles — Er ist der Star, also wähle ihn gut aus. Die orangefarbene Rinde sollte gleichmäßig sein, der Käse unter den Fingern leicht nachgeben — zu jung und die Sauce wird fad, zu trocken und er schmilzt nicht gut. Wenn du keinen findest, eignet sich ein Époisses hervorragend: gleiches Aromaprofil, gleiches Verhalten beim Kochen.
- Hähnchenbrustfilets — Nimm dicke Filets, keine dünnen Schnitzel, die in zwei Minuten in der Pfanne austrocknen. Label Rouge, wenn möglich — das Fleisch ist fester und behält in der Sauce besser seine Struktur, anstatt in Fäden zu zerfallen.
- Crème fraîche (fettreich) — Dickflüssig, nicht dünn. Das gibt der Sauce ihren Stand. Mit flüssiger Sahne erhältst du etwas, das am Boden der Schale verläuft, anstatt das Hähnchen zu überziehen.
- Kartoffeln — Bintje oder Agria, unbedingt. Festkochende Sorten wie Charlotte ergeben weiche Pommes mit einem kreidigen Kern. Die Bintje ist mehligkochend — genau das Richtige, damit das Innere schmilzt und die Kruste richtig kracht.


