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9 juillet 2026

Kaninchenkeulen nach baskischer Art

Vorbereitung
10 Minuten
Kochzeit
40 Minuten
Gesamtzeit
50 Minuten
Portionen
4 Portionen

Kennst du diese Sonntage, an denen du etwas Richtiges essen willst, aber ohne den ganzen Tag in der Küche zu stehen? Dieses Kaninchen nach baskischer Art ist genau die Antwort darauf. Zehn Minuten Vorbereitung, vierzig Minuten eigenständiges Schmoren und ein Gericht, das intensiv nach dem Baskenland duftet.

Endergebnis
Kaninchen auf baskische Art, wie wir es lieben: zart, mit Sauce überzogen und von geschmorten Paprikas umgeben.

In der Pfanne haben die Keulen einen tiefen Mahagoniton angenommen — irgendwo zwischen hellem Karamell und dunklem Rotbraun. Die Paprikastreifen sind in der Tomatensauce geschmolzen. Sie knacken nicht mehr, sie gleiten. Es duftet nach konfierter Paprika und warmem Olivenöl, mit dieser leichten Schärfe des Piment d’Espelette, das ganz am Ende hinzugefügt wurde. Ein großzügiges, direktes Gericht ohne Schnörkel.

Warum Sie dieses Rezept lieben werden

Echte 10 Minuten Vorbereitung : Paprika schneiden, Tomaten schneiden, Fleisch anbräunen. Das ist alles. Kein Saucenfond, keine Mehlschwitze, keine besonderen Techniken, die man beherrschen muss.
Kaninchen, ein zu oft ignoriertes Fleisch : Magerer als Hähnchen, mit einem ausgeprägteren Geschmack und einer festen Textur, die langes Garen gut verträgt. Es nimmt die Sauce auf und bleibt saftig, wenn man es nicht übergart.
Die Sauce kocht sich fast von allein : Ein Deckel, kleine Hitze, vierzig Minuten. Die Tomaten zerfallen von selbst, die Paprikas schmoren weich. Du musst in dieser Zeit nichts beaufsichtigen.
Diese Sauce verdient Brot : Sie ist dicht, leicht säuerlich, mit der süßen Note der roten Paprika. Plane etwas zum Aufsaugen der Sauce ein, sonst wäre es Verschwendung.

Zutaten im Detail

Zutaten

Rote Paprika, frische Tomaten, Kaninchenkeulen und Piment d’Espelette — alles, was man für ein perfektes baskisches Gericht braucht.

  • Kaninchenkeulen : Das praktischste Stück vom Kaninchen — weniger knöchern als der Rücken, hält es langem Garen stand, ohne zu zerfallen. Nimm sie nach Möglichkeit mit Haut, das hilft beim Anbräunen. Erhältlich beim Metzger oder in der Fleischabteilung großer Supermärkte.
  • Rote Paprika : Nur die roten, nicht die grünen. Sie sind milder, süßer und geben der Sauce ihre leuchtende Farbe. Vermeide schrumpelige oder zu weiche Paprika — du würdest an Textur und Geschmack verlieren.
  • Piment d’Espelette : Kein Cayennepfeffer, kein Paprikapulver — Espelette hat eine milde, fruchtige Schärfe, die den anderen fehlt. Man findet es leicht im Gewürzregal. Und wichtig: Es kommt auf den Teller, nicht in den Topf.
  • Tomatenmark : Nur ein Esslöffel, aber er bewirkt viel. Er intensiviert den Geschmack der Sauce, ohne sie schwer zu machen, und verleiht ihr eine kräftigere rote Farbe.

Zuerst die Paprika

Fang mit ihnen an. Den Stiel entfernen, halbieren, Kerne und die weißen Innenhäute entfernen — sie sind bitter und bringen nichts. Schneide das Fruchtfleisch in etwa einen Zentimeter breite Streifen. In der Pfanne mit einem Schuss Olivenöl bei starker Hitze werden die Paprikas sofort laut zischen, sobald sie die heiße Wand berühren, ein kurzes und fast heftiges Geräusch. Drei Minuten unter Rühren, gerade lange genug, bis sie weich werden, ohne ihre scharlachrote Farbe zu verlieren. In eine Schüssel geben. Sie warten auf ihren Einsatz.

Zuerst die Paprika
Die in Streifen geschnittenen Paprikas, bereit für die Pfanne, um ihre natürliche Süße freizusetzen.

Das Kaninchen anbräunen: Darauf kommt es an

Gib einen weiteren Schuss Öl in dieselbe Pfanne und lege die Keulen bei mittlerer bis starker Hitze hinein. Nicht berühren. Zwei bis drei Minuten liegen lassen, bis sich eine Kruste bildet — du merkst, dass es gut ist, wenn sie sich ohne Widerstand lösen. Der Geruch ändert sich genau in diesem Moment: Nicht mehr roh, ein reicherer und wärmerer Duft steigt auf, fast nussig. Wenden und auf der anderen Seite genauso verfahren. Wenn beide Seiten kräftig goldbraun sind, kommen die Paprikas zurück in die Pfanne, zusammen mit den in grobe Spalten geschnittenen Tomaten, dem Mark, dem Salz und den zwei Esslöffeln Wasser.

Vierzig Minuten, ohne daran zu denken

Aufkochen lassen, die Hitze auf Minimum reduzieren und den Deckel aufsetzen. Jetzt macht sich das Gericht von selbst. Die Tomaten geben ihr Wasser ab, zerfallen vollständig und verschmelzen mit der Sauce. Die Paprikas schmoren, bis sie fast glasig sind. Das Kaninchen saugt all das auf. Hebe nach vierzig Minuten den Deckel an: Die Sauce sollte dickflüssig, rot-orange und leicht glänzend sein. Wenn sie noch zu flüssig ist, reichen ein paar Minuten ohne Deckel bei mittlerer Hitze, um sie einzudicken. Direkt servieren und das Piment d’Espelette erst in der allerletzten Sekunde darüberstreuen.

Vierzig Minuten, ohne daran zu denken
Das Kaninchen schmort sanft unter dem Deckel, die Tomaten-Paprika-Sauce umhüllt es und erledigt die ganze Arbeit.

Tipps & Tricks
  • Piment d’Espelette gehört auf den Teller, nicht in den Topf. Bei längerer Hitze verliert es seine fruchtige Note und wird nur scharf — genau das wollen wir hier vermeiden.
  • Dieses Gericht schmeckt aufgewärmt noch besser. Wenn du es am Vortag zubereiten kannst, tu es: Die Sauce hat Zeit, sich zu konzentrieren, und die Aromen verbinden sich richtig.
  • Dampfkartoffeln, die während des Schmorens gegart werden, sind die ideale Beilage. Sie nehmen die Sauce auf, ohne sie zu dominieren.
Nahaufnahme
Dieser glänzende Schimmer auf dem Fleisch, mit dem im letzten Moment hinzugefügten Piment d’Espelette — das ist der perfekte letzte Schliff.
FAQs

Kann man ein ganzes Kaninchen statt nur Keulen verwenden?

Ja, problemlos. Bitte deinen Metzger, es in Stücke zu schneiden. Die Rückenstücke garen etwas schneller als die Keulen, also prüfe die Garung ab 30 Minuten, damit sie nicht austrocknen. Keulen bleiben das praktischste Stück, da sie längeres Garen besser verzeihen.

Woran erkennt man, dass das Kaninchen gar ist?

Das Fleisch muss sich leicht vom Knochen lösen lassen, wenn man mit einer Gabel darauf drückt. Wenn du Kraft aufwenden musst, braucht es noch ein paar Minuten. Gut gegartes Kaninchen bleibt saftig — wenn es komplett zerfällt, war es ein wenig zu lang, aber die Sauce rettet das.

Kann man dieses Gericht im Voraus zubereiten?

Das ist sogar empfehlenswert. Am Vortag zubereitet und am nächsten Tag sanft aufgewärmt, schmeckt Kaninchen nach baskischer Art deutlich besser: Die Sauce ist konzentrierter, die Aromen sind verschmolzen. Im Kühlschrank bis zu 3 Tage in einem geschlossenen Behälter haltbar.

Womit kann man Piment d’Espelette ersetzen?

Im Notfall kann eine Mischung aus edelsüßem Paprika und einer Prise Cayennepfeffer aushelfen. Aber das Ergebnis ist nicht ganz dasselbe — Espelette hat eine einzigartige fruchtige Note. Wenn du es im Gewürzregal findest, lohnt sich der Kauf wirklich.

Womit serviert man dieses Gericht?

Basmati-Reis, Dampfkartoffeln oder einfach Brot — die Sauce ist zu gut, um sie auf dem Teller zu lassen. Al dente gekochte Nudeln funktionieren auch sehr gut, wenn es schnell gehen muss.

Kann man dieses Gericht einfrieren?

Ja, es lässt sich sehr gut bis zu 2 Monate einfrieren. Vor dem Einfrieren vollständig abkühlen lassen, am besten in Einzelportionen. Zum Aufwärmen am Vortag im Kühlschrank auftauen und bei schwacher Hitze mit einem Schuss Wasser erwärmen, falls die Sauce zu dick geworden ist.

Kaninchenkeulen nach baskischer Art

Kaninchenkeulen nach baskischer Art

Leicht
Französisch
Hauptgericht

Vorbereitung
10 Minuten
Kochzeit
40 Minuten
Gesamtzeit
50 minutes
Portionen
4 Portionen

Ein Klassiker aus dem Südwesten, der sich fast von selbst kocht: geschmortes Kaninchen mit weichen roten Paprikas, Tomaten und Piment d’Espelette. Einfach, großzügig, ohne Schnörkel.

Zutaten

  • 4 Kaninchenkeulen (insgesamt ca. 800g)
  • 2 rote Paprika (ca. 320g)
  • 4 Tomaten (ca. 520g)
  • 1 c. à soupe Tomatenmark (15g)
  • 2 c. à soupe Wasser (30ml)
  • 2 c. à soupe Olivenöl (30ml)
  • 1 c. à café rase Piment d’Espelette (3g)
  • 2 Prisen Salz

Anleitung

  1. 1Die Paprikas nach dem Entfernen der Kerne und weißen Teile in 1 cm breite Streifen schneiden. Die Tomaten in 8 Spalten schneiden.
  2. 21 EL Olivenöl bei starker Hitze in einer Pfanne erhitzen. Die Paprikas mit 2 Prisen Salz 3 Minuten anbraten. In einer Schüssel beiseitestellen.
  3. 31 EL Olivenöl in dieselbe Pfanne geben. Die Kaninchenkeulen bei mittlerer bis starker Hitze von jeder Seite kräftig goldbraun anbraten.
  4. 4Die Paprikas zurück in die Pfanne geben. Tomaten, Tomatenmark, Wasser und eine Prise Salz hinzufügen.
  5. 5Aufkochen lassen, die Hitze auf Minimum reduzieren, abdecken und 40 Minuten köcheln lassen.
  6. 6Direkt servieren und das Piment d’Espelette im letzten Moment auf dem Teller über das Gericht streuen.

Hinweise

• Piment d’Espelette kommt auf den Teller, niemals in den Topf — durch die lange Hitze verliert es sein fruchtiges Aroma.

• Aufgewärmt am nächsten Tag noch besser: Bereite es am Vortag zu und bewahre es bis zu 3 Tage im Kühlschrank auf.

• Falls die Sauce am Ende der Garzeit zu flüssig ist, den Deckel abnehmen und 5 Minuten bei mittlerer Hitze einkochen lassen.

Nährwerte (pro Portion, geschätzt)

355 kcalKalorien 33gEiweiß 10gKohlenhydrate 19gFett
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