Oktopus ist eines dieser Rezepte, von denen jeder glaubt, sie seien Sternekochen vorbehalten. Zu technisch, zu riskant, und wenn man es vermasselt, wird er zäh wie Gummi. Dabei ist Oktopus mit einer Kasserolle und etwas Zeit eigentlich eines der dankbarsten Gerichte überhaupt — eines, das den größten Effekt bei geringstem Aufwand erzielt.

Zutaten :
- Der Oktopus — Kaufen Sie ihn am besten tiefgekühlt und bereits gereinigt — das erspart Ihnen 20 Minuten Arbeit und das Endergebnis ist absolut identisch. Rechnen Sie für 8 Personen mit mindestens 2 kg rohem Oktopus: Er schrumpft beim Kochen enorm. Wenn Sie frischen beim Fischhändler kaufen, bitten Sie ihn, ihn weich zu klopfen.
- Der Rucola — Nicht den ganz milden Rucola aus den vakuumverpackten Plastikbeuteln. Nehmen Sie den, der ein wenig im Hals brennt, lose beim Gemüsehändler oder auf dem Markt — er gibt dem Samt Charakter. Die feinen, milden Blätter verschwinden im Mixer komplett ohne Spur.
- Holunderblütenessig — Er ist die Handschrift des Gerichts. Man findet ihn in Feinkostläden oder problemlos online. Wenn Sie wirklich keinen finden, reicht ein hochwertiger Apfelessig mit ein paar Tropfen Orangenblütenwasser — nicht identisch, aber sehr passabel.
- Wurzelgemüse — Karotten, Pastinaken, rohe Bete, Sellerie — wählen Sie nach Verfügbarkeit. Sie aromatisieren den Schmorsaft und bilden die Basis für den Wurzelsaft. In grobe Stücke schneiden, Präzision ist hier nicht nötig.


