Dieser Gratin ist nichts Originelles. Und genau deshalb gewinnt er jedes Mal. Wenn selbstgemachtes Kartoffelpüree auf eine gut gemachte Béchamel trifft und im Ofen in Truthahn eingewickelt wird, übertrifft das Ergebnis die Mühe bei Weitem.

Zutaten :
- Kartoffeln (900 g) — Sie bilden das Herz der Rolle und liefern die gesamte Textur. Bevorzuge mehlige Sorten wie Bintje oder Monalisa: Sie lassen sich leicht zerdrücken und nehmen Butter gut auf. Festkochende Sorten bleiben auch nach dem Pressen klumpig und ergeben ein Püree, das sich schwer rollen lässt.
- Truthahnschinken (5 Scheiben) — Er dient als strukturierende Hülle um das Püree. Truthahn hält beim Garen gut, ohne zu reißen wie manche dünneren Geflügelschinken. Nimm dicke Scheiben, wenn du die Wahl hast – sie rollen besser und brechen beim Zusammensetzen nicht.
- Butter + Mehl (je 20 g) — Dieses Duo bildet die Mehlschwitze, die Basis der Béchamel. Das 1:1-Gleichgewicht ist wichtig: zu viel Mehl ergibt eine pastige Sauce, zu viel Butter und sie bindet nicht. Die Mehlschwitze muss eine gute Minute gekocht werden, bevor die Milch hinzugefügt wird, um den Rohmehlgeschmack vollständig zu beseitigen, der sonst im Nachgeschmack bleibt.
- Vollmilch (30 cl) — Sie verleiht der Béchamel Körper und eine samtige Textur. Milch mit 1,5% Fett funktioniert auch, ergibt aber eine weniger reichhaltige, weniger umhüllende Sauce. Wenn du mehr Charakter möchtest, ersetze 5 cl durch leichte Sahne – die Sauce wird deutlich gehaltvoller.


