Leichter Thunfisch-Auflauf — zwei Worte, bei denen viele die Augenbrauen hochziehen. Man denkt an traurige Diäten, einen inspirationslosen Montagabend oder eine Dose, die aus Verzweiflung geöffnet wurde. Es ist genau das Gegenteil: Es ist einer der gemütlichsten Alltagsaufläufe, den man alle zwei Wochen wieder macht, ohne dass er einem je langweilig wird.

Zutaten :
- Thunfisch naturell — Immer naturell (im eigenen Saft), nicht in Öl. Thunfisch in Öl würde zu viel Fett in die Masse abgeben und die Textur aus dem Gleichgewicht bringen. Zwei 150 g Dosen (abgetropft) sind praktischer als eine 300 g Packung. Zerpflücke ihn mit der Gabel — grob, nicht zu Brei — damit man beim Essen noch Stücke spürt.
- Magerquark (0% Fett) — Er ersetzt die Sahne und zu schwere Béchamelsauce. Magerquark ergibt nach dem Backen eine schmelzende Textur, die Crème fraîche sehr ähnlich ist, ganz ohne Joghurtgeschmack. Vermeide grobkörnigen Quark; nimm den klassischen feinen Magerquark und schlage ihn gut mit den Eiern auf, bevor du den Rest unterrührst.
- Paprika — Rot, gelb, orange — die Farbe spielt keine Rolle, aber vermeide grüne Paprika, da diese beim Garen bitter bleibt. Wichtig ist, sie vorher anzubraten: Roh im Auflauf würden sie zu viel Wasser abgeben und die ganze Masse verwässern. Drei bis fünf Minuten in einer heißen Pfanne lösen das Problem.
- Schwarze Oliven — Sie bringen Biss und eine salzige Note, die einen Kontrast zur Süße der restlichen Zutaten bildet. Nimm lieber entsteinte marinierte Oliven als einfache Salzlaken-Oliven für einen kräftigeren Geschmack. Schneide sie grob — in zwei oder drei Stücke — damit sie präsent sind, ohne zu dominieren.


