Haben Sie schon einmal einem japanischen Koch dabei zugesehen, wie er ein Omelett mit dieser ruhigen Präzision rollt, die alles so natürlich erscheinen lässt? Dashimaki Tamago ist genau das: eine Technik, die von außen einschüchternd wirkt, aber nur Geduld und zwei oder drei Versuche erfordert — wie bei allen guten Dingen. Die Kansai-Version aus Osaka ist mit ihrem hohen Dashi-Anteil bei weitem die schmackhafteste.

Zutaten :
- Eier — Drei große Eier, möglichst zimmertemperiert — das erleichtert das Vermischen mit dem kalten Dashi. Keine Sorge wegen einer speziellen Sorte, aber Freilandeier machen einen echten Farbunterschied: orangefarbener und schöner auf dem Teller.
- Dashi — Das Herzstück des Gerichts. Am besten ist hausgemachtes Kombu-Katsuobushi-Dashi, aber Instant-Dashi (Kayanoya oder Ajinomoto) funktioniert im Alltag sehr gut. Vermeiden Sie Pulver aus dem Glas — ihm fehlt die Tiefe und es ist zu salzig. Dashi-Brühe aus dem Tetrapack geht auch.
- Mirin — Ein süßer, leicht sirupartiger Würzwein, den man nicht einfach durch Zucker ersetzen sollte, da sonst die Vollmundigkeit verloren geht. Er verleiht dem Omelett den charakteristischen Glanz. Eine Flasche hält Monate — eine lohnende Investition.
- Sojasauce — Nur ein paar Tropfen für die Geschmackstiefe und eine leichte Färbung. Eine helle japanische Sojasauce (Usukuchi) ist ideal, damit das Omelett nicht zu dunkel wird, aber klassische Kikkoman geht auch.


